Revision einer Wurzelbehandlung in Berlin Mitte

Revision

Ein bereits behandelter Zahn muss nicht gleich gezogen werden. Wenn ein wurzelbehandelter Zahn wieder schmerzt, ist das kein Grund, ihn aufzugeben. Bei einer Revision öffnen wir den Zahn erneut, entfernen die alte Wurzelfüllung und reinigen das Kanalsystem noch einmal von Grund auf.

Solche Fälle sind unser Alltag. Wir arbeiten dabei durchgehend unter dem Operationsmikroskop, weil bei einer Revision oft die Stellen entscheidend sind, die beim ersten Mal übersehen wurden.

Viele PatientInnen kommen dafür auf Überweisung ihrer Hauszahnärztin oder ihres Hauszahnarztes zu uns. Nach der Revision geht die Versorgung dort weiter. Für ZahnärztInnen haben wir die Zusammenarbeit auf einer eigenen Seite beschrieben.

Wurzelbehandlung Röntgen

Schmerzen am wurzelbehandelten Zahn

Beschwerden an einem wurzelbehandelten Zahn treten manchmal nach Wochen auf, manchmal erst nach Jahren.

Typisch sind

  • Druckempfindlichkeit oder Schmerzen beim Zubeißen
  • ein dumpfes Pochen, das kommt und geht
  • eine Schwellung oder ein Druckgefühl am Zahnfleisch
  • ein Zahn, der sich anders anfühlt als früher

Genauso häufig bleibt eine erneute Entzündung aber unbemerkt. Sie liegt an der Wurzelspitze, tut nicht weh und zeigt sich erst auf einem Röntgenbild als dunkler Bereich im Knochen. Deshalb prüfen wir wurzelbehandelte Zähne bei jeder Kontrolle mit.

Ursachen für eine erneute Entzündung

Ein Wurzelkanalsystem ist selten so gerade, wie es auf dem Röntgenbild aussieht. Es verzweigt sich, macht Bögen und endet manchmal in Kanälen, die kaum zu finden sind. Daran scheitert eine Erstbehandlung meistens.

Die häufigsten Ursachen

  • ein Kanal blieb unentdeckt und damit unbehandelt
  • die Wurzelfüllung endet zu weit vor der Wurzelspitze
  • die Desinfektion hat Bakterien in Seitenkanälen nicht erreicht
  • eine undichte Krone oder neue Karies hat Bakterien zurück in den Zahn gelassen

In allen vier Fällen bleiben Bakterien im Zahn zurück oder wandern erneut hinein. Sie vermehren sich. Um die Wurzelspitze herum entsteht dann wieder eine Entzündung.

Ablauf einer Revisionsbehandlung

Vieles läuft ab wie bei der ersten Wurzelbehandlung, von der Betäubung bis zum dichten Verschluss. 

01 Befund

Wir schauen uns den Zahn auf dem Röntgenbild an. Bei verwinkelten Wurzeln nehmen wir zusätzlich eine 3D-Aufnahme.

02 Alte Füllung heraus

Wir entfernen das alte Füllmaterial aus allen Kanälen. Sitzt ein Wurzelstift im Zahn, muss der ebenfalls heraus.

03 Reinigen und desinfizieren

Jetzt suchen wir übersehene Kanäle, erweitern sie bis zur Wurzelspitze und spülen das ganze System durch.

04 Neu verschließen

Zum Schluss füllen wir die Kanäle neu und verschließen den Zahn bakteriendicht.

Schritt 3 macht die Revision jedoch länger als eine Erstbehandlung. Wir lösen das alte Material in kleinen Portionen heraus und kontrollieren dabei ständig unter dem Mikroskop, damit wir keine gesunde Zahnsubstanz verlieren.

Erfolgsaussichten einer Revision

Die Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung gibt die Erfolgsaussicht einer Revision mit über 80 Prozent an. Das ist weniger als bei einer Erstbehandlung, aber immer noch deutlich mehr, als viele erwarten.

Zum Vergleich lohnt ein Blick auf die Alternative. Für einen gezogenen Zahn brauchen Sie später Ersatz, meist ein Implantat. Das ist aufwendiger und teurer. Ihr eigener Zahn hängt über die Wurzelhaut beweglich im Kiefer und erhält den Knochen um sich herum. Solange wir ihn retten können, raten wir dazu.

Und wenn die Entzündung nicht abheilt?

Manchmal heilt die Entzündung an der Wurzelspitze trotz sauberer Revision nicht ab. Dann kann ein kleiner chirurgischer Eingriff helfen, eine Wurzelspitzenresektion. Diese Behandlung führen wir selbst nicht durch, wir überweisen Sie dafür an eine spezialisierte Praxis und stimmen uns mit den KollegInnen ab.

Lässt sich der Zahn auch damit nicht halten, besprechen wir in Ruhe, wie die Lücke versorgt wird.

Dauer und Kosten einer Wurzelbehandlungs-Revision

Rechnen Sie mit ein bis zwei Sitzungen von jeweils anderthalb bis zwei Stunden. Bei stark verkalkten Kanälen oder einem festsitzenden Stift kann ein dritter Termin dazukommen. Zwischen den Sitzungen bekommt der Zahn eine medikamentöse Einlage.

Die Kosten hängen davon ab, wie aufwendig sich die alte Füllung entfernen lässt. Das schätzen wir nach dem Befund ein, und Sie bekommen vorab einen Kostenvoranschlag.

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt eine Revision, wenn der Zahn nach den Richtlinien als erhaltungswürdig gilt. Was darüber hinausgeht, etwa die Arbeit unter dem Operationsmikroskop, rechnen wir privat ab. Sind Sie privat oder zusatzversichert, richtet sich die Erstattung nach Ihrem Tarif.

Wurzelbehandlung

Häufige Fragen zur Revision

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